Warum aus Druckhäusern häufig smarte Logistiker werden

8. März 2021

Auch im dritten Jahrzehnt der umfassenden Digitalisierung sind Printprodukte und analoger Medienkonsum alles andere als tot. Auch wenn unterm Strich die Anzahl an Druckereien rückläufig ist, wachsen viele Betriebe kontinuierlich und scheinbar gegen jeden Trend. Dies gilt vor allem für Druckbetriebe, die ihre Geschäftsfelder clever erweitern, Chancen der Digitalisierung nutzen und wichtige Zusatzservices wie Logistik-Konzepte anbieten.

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Schon zu Beginn des aktuellen Jahrtausends wurden der Druckindustrie finstere Zeiten prognostiziert. Auflagensterben von Printprodukten, Verlagerung von Werbung und Marketing ins Internet, E-Books statt Bücher – fast hatte es den Anschein, als stünde eine rabiate Zäsur an, bei der die analoge Welt komplett verschwindet. Glücklicherweise sind diese Prophezeiungen nur partiell eingetroffen. Bücher gehen weg wie warme Semmeln und auch in Marketing und Werbung geht’s es noch lange nicht ohne attraktive Printprodukte. Doch da solche jede gut aufgestellte Druckerei produzieren kann, sind heute Druckdienstleister gefragt, die ihren Kunden zusätzliche, lästige Arbeit abnehmen, beispielsweise bei der Logistik, ein Gebiet, auf dem Druckereien traditionell sehr gut aufgestellt sind.

Fulfillment heißt das Zauberwort bei der Kundenakquise

Eine wachsende Anzahl an Druckaufträgen wird nicht vergeben, weil der Preis sensationell günstig ist. Vielmehr geht es immer mehr Auftraggebern darum, gleich auch eine professionelle Logistik-Leistung mit zu buchen. Das hat unter anderem die Ursache, dass moderne Unternehmen konsequent auf Outsourcing setzen, um sich aufs Kerngeschäft konzentrieren zu können. Hatte ein mittelständischer Betrieb oder Hersteller vor zwanzig Jahren noch eine Versandabteilung im Haus, ist diese bei vielen längst wegrationalisiert – denn professionelle Logistiker können das günstiger, zuverlässiger und schneller, als die eigene Versand-Stabsstelle. Druckbetriebe verfügen per se schon über logistische Infrastrukturen. Meist ist ein Lager ebenso vorhanden wie eine warenwirtschaftstaugliche EDV und ein eigener Fuhrpark; ferner gibt es meist auch eine bewährte Zusammenarbeit mit Speditionen. Dieses System müssten sich vor allem junge Unternehmen erst aufbauen, oft fehlen dazu Zeit wie Expertise. Was liegt da näher, als Kunden auch diese Infrastruktur anzubieten, beispielsweise für Werbegeschenke, Textil-Kollektionen oder Fanartikel? Auch völlig auf E-Commerce eingestellt Unternehmen benötigen für die Kundenpflege analoge Features – und das nicht nur zu Weihnachten.

Was das für Peschke Druck Kunden bedeutet

Am Beispiel von Peschke Druck lässt sich hervorragend veranschaulichen, dass hier nicht nur ein professionelles Druckhaus beheimatet ist, sondern auch eine schlagkräftige Logistik-Unit: So gehen in der Logistikhalle des Unternehmens Jahr für Jahr 10.000 Paletten ein und aus, dazu werden 73.000 Sendungen verschickt. Und last but not least legen die Produkte, die das Druckhaus jährlich verlassen, 35 Millionen Kilometer auf den vielen Wegen zu den Empfängern in über 30 Ländern zurück: Das ist Logistik vom Feinsten und verdient allemal die Klassifizierung zum Transportunternehmen. Um dies alles pünktlich und störungsfrei zu bewältigen, gibt es bei Peschke Druck selbstverständlich eine hochperformante Software-Lösung für den Bereich Logistik. Auch wenn viele bisher hier nach wie vor „nur drucken lassen“ – das Logistik-Konzept steht. Und es entwickelt sich nach und nach immer mehr zu einem eigenen Unternehmens-Standbein.

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